Das Schröpfen ist ein ausleitendes Heilverfahren, das Giftstoffe aus dem Körper entfernt. Durch das Aufsetzen von Schröpfglocken auf bestimmte Hautstellen entsteht eine kraftvolle Saugwirkung. Diese stimuliert die Zirkulation von Blut und Lymphe und wirkt anregend auf Organe und Immunsystem.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts erfreut sich das Schröpfen wieder zunehmender Beliebtheit. Die Methode wird heutzutage in erster Linie von Naturärzten und Heilpraktikern praktiziert. In der Chinesischen Medizin gehören Schröpfköpfe zum Instrumentarium der Akupunkteure. Diese werden auf organspezifische Energiepunkte gesetzt.
Die Naturheilkunde unterscheidet zwischen trockenem und blutigem Schröpfen. Dem trockenen Schröpfen wird vor allem eine anregende Wirkung zugeschrieben. Beim blutigen Schröpfen wird die Haut zuerst mit einer Lanzette angeritzt, so das Blut austritt. Diese so genannte Sakrifizierung mit anschliessender Wundheilung soll vor allem das Immunsystem stimulieren.
Die Saugwirkung der Schröpfgläser führt zu einer intensiven Mehrdurchblutung der behandelten Hautstellen. Die Durchblutungssteigerung «entstaut» das darunter liegende Gewebe und wirkt anregend auf die benachbarten Organe und das Immunsystem.
Die intensive Saugwirkung zieht Gift- und Schadstoffe unter die Hautoberfläche, wo die Schlackenstoffe via Lymphgefässe entsorgt werden. So entsteht ein Entgiftungseffekt.
Manche Therapeuten schreiben dem Schröpfen ausserdem eine schmerzstillende Wirkung zu. Sie beruht auf dem Erzeugen eines Gegenreizes und der daraus resultierenden Entlastungswirkung, wie dies beispielsweise auch bei einer kräftigen Massage der Fall ist.
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